Monate: Mai 2016

Blütenküche – Rosenkochkurs

Diesmal werden wir keine Wanderung unternehmen- denn es ist Sommer und da ist der beste Ort ein kühles gemütliches Plätzchen unter alten schattigen Bäumen. Daher treffen wir uns an einem solchen Ort, im Garten des Pfarrhauses in Buchholz. Hier werden wir uns mit essbaren Blüten beschäftigen und gemeinsam  einen Blütenimbiss zubereiten. Wer möchte, kann gern auch eigene Blüten aus dem Garten mitbringen. Dazu gehören : Blütenbrot, Blütenbutter, Wildkräuter- Blütensalat, Blütenbowle, gefüllte Blüten, ausgebackene Blüten, Blüten als Dekoration…. je nach verfügbaren Blüten allen  voran natürlich die Königin der Blüten-die Rose. Ein Rosensalz oder Blütenzucker, den wir selber machen gibt es für zu Hause zum mitnehmen. Näheres und Anmeldung unter Menüpunkt Kalender oder Veranstaltungen!

Schönes aus Klatschmohn

Bald ist es wieder soweit. Der wilde Klatschmohn bildet allerorts seine Knospen und seine roten Blüten aus. Besonders am Rand von Getreidefeldern ist er häufig zu finden. Er gehört zwar nicht gerade zu den essbaren WIldkräutern, dennoch ist er eine phantastisch schön blühende Blume, aus der sich schöne Dinge herstellen lassen. Der Mohn hält sich zwar nicht in der Vase, aber aufgrund seiner  filigranen durchscheinenden Blütenblätter ist er gut geeignet zum Pressen und zur weiteren Verarbeitung auf Papier. Also nicht verpassen! Die Presslinge bleiben durchscheinend und erhalten ein schönes sattes dunkleres Rot als die frische Blüte. Daher eignen sie sich auch gut für selbstgemachte Fensterbilder. Vorallem auch mit Kindern lassen sich Blütenmandalas und aus den Knospen niedliche Mohnpüppchen basteln oder aus den gepressten Blättern und Blüten Laternen aus Papier sowie  Karten. Wie man die Samenkapseln nutzen kann, habe ich in einem früheren Beitrag schon vorgestellt.  

Wiesenschaumkraut

Ein beliebtes Würzwildkraut ist das Wiesenschaumkraut. Aufgrund der zunehmenden Entwässerungen von Wiesen nehmen seine Bestände ständig ab. Hier in der Nuthe-Nieplitz-Niederung dürfen wir uns noch recht zahlreich daran erfreuen, wofür ich sehr dankbar bin. Die zarten blaßlilafarbenen Blüten sind im Frühjahr nur für kurze Zeit sichtbar. Vor der Blüte ist die Pflanze auf Wiesen nur schwer auszumachen und so setzt man die scharf würzig, nach Senf oder Meerrettich schmeckenden Blüten meist als schöne essbare Dekoration ein. Aber auch im Kräuterquark oder in Dipps geben sie ein vorzügliches Aroma. Da sie im Moment so wunderschön blüht, möchte ich eure Blicke darauf lenken. Wer mehr erfahren möchte, kann sich z.B. zu einer Wildkräuterwanderung anmelden.

Knoblauchsrauke

Mein Lieblingskraut im Frühling ist die Knoblauchsrauke. Im Moment sind vorallem auf frischen Standorten, in Laubwäldern oder an bevorzugt beschatteten Wald- und Wiesenrändern ihre weißen Blüten weithin sichtbar. Ihr Geschmack ist leicht senf- bis knoblauchartig, mild bis würzig. Sie ist zweijährig und kann bis zu 1 m hoch werden. Die Blätter sind im jungen Zustand rundlich bis herzförmig und verändern ihre Form mit zunehmender Höhe der Pflanze zu spitz zulaufend und gezackt, wie bei der Brennnessel. Allerdings ist die Knoblauchsrauke nicht behaart. Die Blüten sind geeignet zur Dekoration von Wildkräutersalaten oder anderen Gerichten, Samen und Früchte sind ebenfalls essbar. Die Blätter eignen sich neben der Verwendung in Salaten, Suppen, Crepes oder Kräuterquark hervorragend für Wildkräuterpesto. Wer ihn einmal gegessen hat, wird nicht mehr darauf verzichten wollen. Die Knoblauchsrauke ist übrigens eine Alternative zum Knoblauch, da die Inhaltsstoffe gänzlich andere sind als bei dem Zwiebelgewächs Knoblauch. Daher können auch empfindliche Menschen die Speisen aus Knoblauchsrauke gut vertragen. Ich habe einen Wildkräuterpesto daraus hergestellt. Dazu werden die Blätter gewaschen, trocken geschleudert, fein gehackt und im Mörser zusammen …