Autor: Kerstin Pahl

Besichtigung Blühwiesen für Bienen, Schmetterlinge und Co

In Zusammenarbeit mit dem Verein Blühstreifen Beelitz e.V. https://bluehstreifen-beelitz.de/ initiert wildkraeuterkiste konkrete Aktionen zur Verbesserung der Lebensräume für Bienen, Schmetterlinge, Hummeln und Co. Durch intensive Öffentlichkeitsarbeit soll auf die Notlage der Insekten aufmerksam gemacht werden. Wir arbeiten dabei eng mit Vertretern aus Landwirtschaft, Gartenbau, Naturschutz, Behörden und Imkern zusammen. 2017 wurden in unserer Region die ersten Blühwiesen angesät. Dabei wurden verschiedene ein- oder mehrjährige Mischungen verwendet. Ziel ist es, blühende Wiesen mit einheimischen Wildpflanzenarten (und z.T. Kulturpflanzen) auf ausreichend großer Fläche als Nahrungsflächen für nektarsaugende Insekten wieder zu etablieren. Gegenwärtig präsentieren sich die Flächen in gelb und lila. Im Rahmen von Exkursionen besuchen wir einige Flächen, gehen auf die Notlage der Insekten ein, geben Informationen zu den verwendeten Wiesenmischungen und zu unseren Partnern und geben unsere ersten Erfahrungen bei der Auswahl der Flächen, der Sämereien und der Aussaat weiter. Die Termine finden am 25.06.2017, 02.07.2017, 05.08.2017 jeweils um 14.00 Uhr statt. Treffpunkt ist der Bahnhof in 14547 Buchholz (Zauche). Näheres entnehmen Sie bitte dem Kalender. Die Exkursionen sind kostenfrei. Über eine Spende für den Schutz von …

Zäune aus Weidenruten

Auf Wunsch einer einzelnen Dame zeige ich nun hier auch die ersten Weidenzäunchen in Aktion. Es ist unterdessen wieder Winter (2 Grad und Dauerregen), daher sieht man im Staudenbeet nur die allerersten kleinen grünen Spitzchen. Ein guter Zeitpunkt, das Staudenbeet mit selbstgefertigten Weidenzäunchen zu verschönern.

Ein Projekt für Beelitz und seine Ortsteile

Aus den Beelitzer Nachrichten Nr 1/2017 hier Seite 21 „Sag mir, wo die Blumen sind“, sang Marlene Dietrich schon vor über einem halben Jahrhundert. Die Frage ist brandaktuell: Wo sind sie geblieben, die Blumenwiesen, die es in unseren Breitengraden mal zu Hauf gab und auf denen sich Insekten gütlich tun konnten? „Bienen, Wildbienen, Insekten und die von ihnen bestäubten Pflanzen verschwinden gemeinsam“, sagt Kerstin Pahl vom gemeinnützigen Dorfverein Buchholz / Zauche e.V., auch um ihren Ort herum sind einst bunte Brachflächen verschwunden, weil sich die Förderbedingungen geändert haben. Der Verein will diesem Trend entgegenwirken – und sogenannte Blühstreifen an den Ackerrändern und blühende Inseln in der Natur und den Gärten schaffen. „Wir wollen auf die Problematik des Insektenrückgangs hinweisen, informieren und uns aktiv für mehr Blühflächen einsetzen“, so Kerstin Pahl, die einst selbst ein landwirtschaftliches Studium absolviert hat und heute als Kräuterpädagogin in Buchholz arbeitet. Im Dorfverein gibt sie Kurse zum Weidenflechten und zum Einsatz von Wildkräutern in Küche und Arzneikammer. Die Entwicklung der lnsektenbestände ist besorgniserregend: Die Schmetterlingspopulationen haben sich seit 1990 halbiert, und …

Blütenbesuchende Insekten im Garten unterstützen

Das lebenswichtige Nektar und Pollenangebot von Frühjahr bis zum Herbst kann man im Garten durch den gezielten Anbau von blühenden Pflanzen bereitstellen. Insekten haben zwar z.T. sehr unterschiedliche und spezialisierte Nahrungsansprüche, trotzdem gibt es allgemeingültige Hinweise zur Pflanzenauswahl Wählen Sie viele verschiedene, einheimische und standortangepasste Blühpflanzen. Verlängern Sie das Blütenangebot durch den Anbau von früh,-mittel- und und Nektarspender im Frühjahr und im Spätsommer. Vermeiden Sie gefüllt blühende Blumensorten, sie bieten keinen Nektar und Blütenstaub. Im Kräuterbeet Auch wenn die Blüten von Gewürz- und Teekräutern oft klein und unscheinbar aussehen, sind die meisten bei Blütenbesuchern äußerst beliebt und bieten vor allem im Sommer und Spätsommer Pollen und Nektar. Voraussetzung ist: Wir lassen die Kräuter blühen! Wertvolle Gewürzkräuter sind: Salbei, Rosmarin, Lavendel, Pfefferminze, Melisse, Fenchel, Dill, Liebstöckel, Majoran, Oregano, Thymian, Borretsch, Beinwell u.a. Im Blumenbeet Unter den ausdauernden Stauden und den ein- und zweijährigen Sommerblumen finden sich viele Nektar-und Pollenspender. Entscheidend bei der Auswahl der Blumen ist, dass die Blüten nicht „gefüllt blühend“ sind. Wichtige Pollen-und Nektarspender im Frühjahr sind z.B. die Zwiebelgewächse (Schneeglöckchen, Krokusse, Traubenhyazinthe, Blaustern, …

Ergebnisse vom Weidenflechten 2. und 3. Kurs

So nun endlich möchte ich die Ergebnisse vom 2. und 3. Weidenflechttag zeigen. Wir haben uns gleich etwas sehr Schweres vorgenommen, sozusagen die „hohe Schule des Flechtens“: Einen runden Korb mit Schlitzboden (in der Fachsprache Sternboden oder Kreuzboden). Dank der guten Anleitung von Kathleen haben wir am ersten Tag die Böden und dann beim 2. Kurs die Aufbauten, also das Seitengeflecht hergestellt. Nun fehlt uns noch eine Kimme als Abschluss, die wir beim nächsten Mal noch üben müssen. Aber es gab auch wieder einige andere Exponate, die sich durchaus sehen lassen können. Die Beelitzer Nachrichten berichten auf S. 12: http://www.beelitz.de/bilder/nachrichten/2017/bn0217.pdf  

veganes Wildkräuterschmalz mit Apfel und Zwiebel selber machen

Der Winter ist natürlich auch die Zeit für getrocknete und eingefrorene wilde Kräuter und für ein leckeres Schmalzbrot. Das weihnachtliche Gänsefett ist sicher unterdessen auch aufgebraucht, warum also nicht mal die vegane Variante ausprobieren. Ich kann euch versichern es ist super lecker! -zu gleichen Teilen Rapsöl und Kokosfett schmelzen (insgesamt 500 g Fett) – am besten aus dem Bioladen -Zwiebeln fein würfeln (pro 500 g Fett ca. 3-4), leicht salzen, für ca. 3-4 min ins heiße Fett geben, bruzzeln lassen -2 Äpfel fein würfeln und zusammen mit den Zwiebeln bruzzeln lassen – getrocknete oder eingefrorene Kräuter (Würzkräuter wie Schafgarbe, Gundermann, Spitzwegerich, wilder Majoran, Thymian oder andere) dazugeben, für 1 min mit bruzzeln lassen – dann vom Herd nehmen -das Ganze in saubere Gläser füllen – darauf achten, dass die Kräuter nicht aus dem Fett ragen im Kühlschrank lagern und Guten Appetit! Und ab März nehme man dann 3 Handvoll frische Wildkräuter, fein gehackt!      

Ergebnisse vom 1. Kurs Weiden flechten

Bei unserem 1. Treffen erklärte uns Frau Meyer (Pusteblume Luckenwalde) wie man schöne Dinge aus Gartenresten anfertigen kann. Sie hatte noch kurz vorher ihren Garten „aufgeräumt“ und brachte wilden Wein und schöne rote Hartriegelzweige mit. Zusammen mit den grünen und gelben Weidenruten eine sehr schöne Farbkombination. Wer wollte konnte sich im Herstellen von Blumenkugeln ausprobieren oder einen außergewöhnlichen Kranz binden. Hier kommen die Ergebnisse. Innerhalb der letzten Woche konnte ich es dann nicht lassen und habe endlich mal einen Zaun als Beet-Begrenzung für mein Staudenbeet ausprobiert. Morgen geht es im 2. Kurs weiter.  

Wilde Möhre im Frostkleid

Es ist Winter. Zunächst mal möchte ich euch dieses wunderschöne Foto einer wilden Möhre im Frostkleid zeigen. Es stammt aus dem letzten Winter und hat mittlerweile bereits Seltenheitswert. Denn in diesem Winter sind alle! Samenstände in der uns umgebenden Feldflur abgemäht. Es sieht vermeintlich sehr „ordentlich“ aus, aber damit sind nicht nur solche Fotos nicht mehr möglich, schlimmer ist, dass somit auch die Winterquartiere für Insekten oder Samenkammern für das nächste Frühjahr verschwunden sind. Verschiedene Insekten überwintern in hohlen Stengeln und die Samenstände können auch eine Zierde für den Garten im Winter sein.