Autor: Kerstin Pahl

Blühwiesenrundgang mit großer Resonanz

Rund 150 Interessenten folgten unserer Einladung nach Buchholz. Der Verein Blühwiesen Beelitz sowie das Netzwerk Blühende Landschaft luden zur Ergebnispräsentation im 1. Jahr des Bestehens des Vereins ein. Mit dabei waren auch alle unsere Projektpartner von der Agrar Buchholz, der Agrar KG Wittbrietzen, der Stadt Beelitz und des Naturparks Nuthe-Nieplitz. Bei strahlendem Sonnenschein gab es nicht nur Schmetterlinge, Bienen und Hummeln sowie Schwalben und andere Singvögel zu bewundern sondern an 5 Stationen vorallem Wissenswertes über die Zusammenhänge in der Natur und viele interessante Begegnungen. Wir haben bisher erreicht, dass miteinander und nicht übereinander gesprochen wird, wir arbeiten sehr konkret mit Landwirten zusammen, die sich sehr engagieren, wir haben hier im Dorf Interesse bei unseren Nachbarn geweckt, Blühwiesen sind in aller Munde, ob man nun dafür oder dagegen sein mag. „Ich fahre jetzt mit einem völlig anderen Blick durch die Landschaft“ sagt Rene Wischnat. Herr Heese meint: „sobald ich nach Sachsen oder Sachsen Anhalt komme, sehe ich viel mehr Blühstreifen an Radwegen und Straßen“. „Das liegt an der fehlenden Unterstützung der Bauern in Brandenburg durch Förderungen“ …

Wildkräuterwanderung im Herbst

Das Wetter war spätsommerlich schön und so  verbrachten wir gemeinsam wieder einen fröhlichen Kräuter-Nachmittag in Buchholz. Diesmal freute ich mich über internationale Beteiligung. Junge Gäste aus China und Spanien waren mit ihren Gasteltern mit dabei und mit viel Eifer bei der Sache. Das Jahr geht so langsam zu Ende und die Pflanzen bilden Früchte und Samen aus. Daher bestimmten diese essbaren und schmackhaften Vertreter diesmal unsere Tour. Nur an regelmäßig gemähten Standorten fanden wir noch junge Blätter, die für das anschließende Wildkräuter-Essen in die Töpfe und Schüsseln wanderten. Hier sind einige Eindrücke:  

Pflanzendruck mittels Klopftechnik

Die Hornveilchen oder andere Blüten oder Blätter werden auf Papier oder Stoff gelegt mit dem „Gesicht“ nach unten. Darüber legt man ein Blatt von einer Küchenrolle. Nun wird mit einem kleinen Hämmerchen oder wahlweise mit einem Gummihammer vorsichtig auf das Veilchen geklopft. Der Abdruck erfolgt nicht nur auf Papier oder Stoff, sondern auch auf unserem Stück Küchenrolle, das zur Abdeckung diente. So lassen sich z.B. Geschenkanhänger oder Postkarten fertigen. Auch auf hellen Baumwoll-Shirts können schöne Effekte erzielt werden.

Kurs Eco Print – Naturdruck mit Pflanzenfarben

Im Kurs bei Anke http://wollenaturfarben.blogspot.de/am 29.7.2017  entdeckten wir die Geheimnisse der Pflanzendrucktechnik. Die Stoffe (Leinen, Baumwolle, Seide, Bouretteseide, Wollgemisch) werden mit Beize (Kaltbeize, Eisenbeize, Stahlbeize oder Kupferbeize) vorbehandelt. Die Stoffe liegen eine Stunde in der Beize. Dann werden sie mit Blättern, Blüten oder anderen Pflanzenfärbemitteln belegt. Wir haben Zwiebelringe, Eukalyptusrinde, Apfelbaumringe, Kurkuma, Schwarzen Tee, Grüne Nüsse, schwarze Stockrose, Blauholz, Ampfersamen, Tagetes… verwendet. Immer auf die feuchten Stoffe legen. Dann wird alles fest eingerollt, mit Schnur umwickelt und ca. 1 Stunde gedämft. Wichtig ist, dass alles sehr fest gewickelt wird. Blätter, die sich besonders eignen sind Ahorn, Eiche, Essigbaum, Kastanie, Rose, Himbeere, Erdbeere, Esskastanie, Buche, Zierpflaume, Frauenmantel, Hasel, Berberitze, Perückenstrauch, Storchschnabel…. doch probiert es selbst. Nun kann man sich entscheiden, ob alles noch zusätzlich gefärbt werden soll. Dazu bleibt alles aufgewickelt und die Bündel wandern für einige Zeit in die vorbereiteten Farbtöpfe. Wir hatten Cochenille, Goldrute, Apfelrinde, Blauholz und Indigo. Das brachte tolle zusätzliche Effekte. Ein wunderbarer Tag bei Anke! Vielen Dank!

Besichtigung Blühwiesen für Bienen, Schmetterlinge und Co

In Zusammenarbeit mit dem Verein Blühstreifen Beelitz e.V. https://bluehstreifen-beelitz.de/ initiert wildkraeuterkiste konkrete Aktionen zur Verbesserung der Lebensräume für Bienen, Schmetterlinge, Hummeln und Co. Durch intensive Öffentlichkeitsarbeit soll auf die Notlage der Insekten aufmerksam gemacht werden. Wir arbeiten dabei eng mit Vertretern aus Landwirtschaft, Gartenbau, Naturschutz, Behörden und Imkern zusammen. 2017 wurden in unserer Region die ersten Blühwiesen angesät. Dabei wurden verschiedene ein- oder mehrjährige Mischungen verwendet. Ziel ist es, blühende Wiesen mit einheimischen Wildpflanzenarten (und z.T. Kulturpflanzen) auf ausreichend großer Fläche als Nahrungsflächen für nektarsaugende Insekten wieder zu etablieren. Gegenwärtig präsentieren sich die Flächen in gelb und lila. Im Rahmen von Exkursionen besuchen wir einige Flächen, gehen auf die Notlage der Insekten ein, geben Informationen zu den verwendeten Wiesenmischungen und zu unseren Partnern und geben unsere ersten Erfahrungen bei der Auswahl der Flächen, der Sämereien und der Aussaat weiter. Die Termine finden am 25.06.2017, 02.07.2017, 05.08.2017 jeweils um 14.00 Uhr statt. Treffpunkt ist der Bahnhof in 14547 Buchholz (Zauche). Näheres entnehmen Sie bitte dem Kalender. Die Exkursionen sind kostenfrei. Über eine Spende für den Schutz von …

Zäune aus Weidenruten

Auf Wunsch einer einzelnen Dame zeige ich nun hier auch die ersten Weidenzäunchen in Aktion. Es ist unterdessen wieder Winter (2 Grad und Dauerregen), daher sieht man im Staudenbeet nur die allerersten kleinen grünen Spitzchen. Ein guter Zeitpunkt, das Staudenbeet mit selbstgefertigten Weidenzäunchen zu verschönern.

Ein Projekt für Beelitz und seine Ortsteile

Aus den Beelitzer Nachrichten Nr 1/2017 hier Seite 21 „Sag mir, wo die Blumen sind“, sang Marlene Dietrich schon vor über einem halben Jahrhundert. Die Frage ist brandaktuell: Wo sind sie geblieben, die Blumenwiesen, die es in unseren Breitengraden mal zu Hauf gab und auf denen sich Insekten gütlich tun konnten? „Bienen, Wildbienen, Insekten und die von ihnen bestäubten Pflanzen verschwinden gemeinsam“, sagt Kerstin Pahl vom gemeinnützigen Dorfverein Buchholz / Zauche e.V., auch um ihren Ort herum sind einst bunte Brachflächen verschwunden, weil sich die Förderbedingungen geändert haben. Der Verein will diesem Trend entgegenwirken – und sogenannte Blühstreifen an den Ackerrändern und blühende Inseln in der Natur und den Gärten schaffen. „Wir wollen auf die Problematik des Insektenrückgangs hinweisen, informieren und uns aktiv für mehr Blühflächen einsetzen“, so Kerstin Pahl, die einst selbst ein landwirtschaftliches Studium absolviert hat und heute als Kräuterpädagogin in Buchholz arbeitet. Im Dorfverein gibt sie Kurse zum Weidenflechten und zum Einsatz von Wildkräutern in Küche und Arzneikammer. Die Entwicklung der lnsektenbestände ist besorgniserregend: Die Schmetterlingspopulationen haben sich seit 1990 halbiert, und …

Blütenbesuchende Insekten im Garten unterstützen

Das lebenswichtige Nektar und Pollenangebot von Frühjahr bis zum Herbst kann man im Garten durch den gezielten Anbau von blühenden Pflanzen bereitstellen. Insekten haben zwar z.T. sehr unterschiedliche und spezialisierte Nahrungsansprüche, trotzdem gibt es allgemeingültige Hinweise zur Pflanzenauswahl Wählen Sie viele verschiedene, einheimische und standortangepasste Blühpflanzen. Verlängern Sie das Blütenangebot durch den Anbau von früh,-mittel- und und Nektarspender im Frühjahr und im Spätsommer. Vermeiden Sie gefüllt blühende Blumensorten, sie bieten keinen Nektar und Blütenstaub. Im Kräuterbeet Auch wenn die Blüten von Gewürz- und Teekräutern oft klein und unscheinbar aussehen, sind die meisten bei Blütenbesuchern äußerst beliebt und bieten vor allem im Sommer und Spätsommer Pollen und Nektar. Voraussetzung ist: Wir lassen die Kräuter blühen! Wertvolle Gewürzkräuter sind: Salbei, Rosmarin, Lavendel, Pfefferminze, Melisse, Fenchel, Dill, Liebstöckel, Majoran, Oregano, Thymian, Borretsch, Beinwell u.a. Im Blumenbeet Unter den ausdauernden Stauden und den ein- und zweijährigen Sommerblumen finden sich viele Nektar-und Pollenspender. Entscheidend bei der Auswahl der Blumen ist, dass die Blüten nicht „gefüllt blühend“ sind. Wichtige Pollen-und Nektarspender im Frühjahr sind z.B. die Zwiebelgewächse (Schneeglöckchen, Krokusse, Traubenhyazinthe, Blaustern, …