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veganes Wildkräuterschmalz mit Apfel und Zwiebel selber machen

Der Winter ist natürlich auch die Zeit für getrocknete und eingefrorene wilde Kräuter und für ein leckeres Schmalzbrot. Das weihnachtliche Gänsefett ist sicher unterdessen auch aufgebraucht, warum also nicht mal die vegane Variante ausprobieren. Ich kann euch versichern es ist super lecker! -zu gleichen Teilen Rapsöl und Kokosfett schmelzen (insgesamt 500 g Fett) – am besten aus dem Bioladen -Zwiebeln fein würfeln (pro 500 g Fett ca. 3-4), leicht salzen, für ca. 3-4 min ins heiße Fett geben, bruzzeln lassen -2 Äpfel fein würfeln und zusammen mit den Zwiebeln bruzzeln lassen – getrocknete oder eingefrorene Kräuter (Würzkräuter wie Schafgarbe, Gundermann, Spitzwegerich, wilder Majoran, Thymian oder andere) dazugeben, für 1 min mit bruzzeln lassen – dann vom Herd nehmen -das Ganze in saubere Gläser füllen – darauf achten, dass die Kräuter nicht aus dem Fett ragen im Kühlschrank lagern und Guten Appetit! Und ab März nehme man dann 3 Handvoll frische Wildkräuter, fein gehackt!      

Ergebnisse vom 1. Kurs Weiden flechten

Bei unserem 1. Treffen erklärte uns Frau Meyer (Pusteblume Luckenwalde) wie man schöne Dinge aus Gartenresten anfertigen kann. Sie hatte noch kurz vorher ihren Garten „aufgeräumt“ und brachte wilden Wein und schöne rote Hartriegelzweige mit. Zusammen mit den grünen und gelben Weidenruten eine sehr schöne Farbkombination. Wer wollte konnte sich im Herstellen von Blumenkugeln ausprobieren oder einen außergewöhnlichen Kranz binden. Hier kommen die Ergebnisse. Innerhalb der letzten Woche konnte ich es dann nicht lassen und habe endlich mal einen Zaun als Beet-Begrenzung für mein Staudenbeet ausprobiert. Morgen geht es im 2. Kurs weiter.  

Wilde Möhre im Frostkleid

Es ist Winter. Zunächst mal möchte ich euch dieses wunderschöne Foto einer wilden Möhre im Frostkleid zeigen. Es stammt aus dem letzten Winter und hat mittlerweile bereits Seltenheitswert. Denn in diesem Winter sind alle! Samenstände in der uns umgebenden Feldflur abgemäht. Es sieht vermeintlich sehr „ordentlich“ aus, aber damit sind nicht nur solche Fotos nicht mehr möglich, schlimmer ist, dass somit auch die Winterquartiere für Insekten oder Samenkammern für das nächste Frühjahr verschwunden sind. Verschiedene Insekten überwintern in hohlen Stengeln und die Samenstände können auch eine Zierde für den Garten im Winter sein.

Die neuen Termine sind da!

2017 wird es zwei Blütenkochkurse (3.6. und 15.7.) geben. Genaueres kann man dem Menüpunkt „Kalender“entnehmen. Für Kräuterwanderungen gibt es im Bereich Buchholz-Wittbrietzen, also im Naturpark Nuthe-Nieplitz in 2017   3  Termine. Diese finden voraussichtlich am 13. Mai,  am 17. Juni und am 02. September statt. (Änderungen vorbehalten) Anmeldungen können über den Menüpunkt „Kalender“ oder hier erfolgen. Die Kosten betragen mit Kostproben 15 Euro. Diese thematisch geführten Wanderungen beschäftigen sich mit Wildkräutern, wie sie in unserer Landschaft typisch sind und deren Verwendungsmöglichkeiten in der Küche. Sie lernen die Bestimmungsmerkmale der Pflanzen kennen, erfahren Wissenswertes über ihre Inhaltsstoffe und warum und wie wir sie verwenden können. Magisches und Historisches sowie kleine Geschichten um diese Pflanzen verraten uns viel über die jahrhundertealte Nutzung von Kräutern und warum wir diese Tradition durchaus wieder aufnehmen sollten. Da wir an 3 Terminen im Jahreslauf unterwegs sind, können Sie beobachten wie sich die Pflanzen übers Jahr entwickeln und wie sie diese dennoch sicher bestimmen können. Zum Abschluss gibt es einen kleinen Kräuterimbiss mit selbstgemachten Kräuter- Kostproben. Außerhalb dieser Termine ist es möglich ab …

Schönes aus Klatschmohn

Bald ist es wieder soweit. Der wilde Klatschmohn bildet allerorts seine Knospen und seine roten Blüten aus. Besonders am Rand von Getreidefeldern ist er häufig zu finden. Er gehört zwar nicht gerade zu den essbaren WIldkräutern, dennoch ist er eine phantastisch schön blühende Blume, aus der sich schöne Dinge herstellen lassen. Der Mohn hält sich zwar nicht in der Vase, aber aufgrund seiner  filigranen durchscheinenden Blütenblätter ist er gut geeignet zum Pressen und zur weiteren Verarbeitung auf Papier. Also nicht verpassen! Die Presslinge bleiben durchscheinend und erhalten ein schönes sattes dunkleres Rot als die frische Blüte. Daher eignen sie sich auch gut für selbstgemachte Fensterbilder. Vorallem auch mit Kindern lassen sich Blütenmandalas und aus den Knospen niedliche Mohnpüppchen basteln oder aus den gepressten Blättern und Blüten Laternen aus Papier sowie  Karten. Wie man die Samenkapseln nutzen kann, habe ich in einem früheren Beitrag schon vorgestellt.  

Wiesenschaumkraut

Ein beliebtes Würzwildkraut ist das Wiesenschaumkraut. Aufgrund der zunehmenden Entwässerungen von Wiesen nehmen seine Bestände ständig ab. Hier in der Nuthe-Nieplitz-Niederung dürfen wir uns noch recht zahlreich daran erfreuen, wofür ich sehr dankbar bin. Die zarten blaßlilafarbenen Blüten sind im Frühjahr nur für kurze Zeit sichtbar. Vor der Blüte ist die Pflanze auf Wiesen nur schwer auszumachen und so setzt man die scharf würzig, nach Senf oder Meerrettich schmeckenden Blüten meist als schöne essbare Dekoration ein. Aber auch im Kräuterquark oder in Dipps geben sie ein vorzügliches Aroma. Da sie im Moment so wunderschön blüht, möchte ich eure Blicke darauf lenken. Wer mehr erfahren möchte, kann sich z.B. zu einer Wildkräuterwanderung anmelden.

Knoblauchsrauke

Mein Lieblingskraut im Frühling ist die Knoblauchsrauke. Im Moment sind vorallem auf frischen Standorten, in Laubwäldern oder an bevorzugt beschatteten Wald- und Wiesenrändern ihre weißen Blüten weithin sichtbar. Ihr Geschmack ist leicht senf- bis knoblauchartig, mild bis würzig. Sie ist zweijährig und kann bis zu 1 m hoch werden. Die Blätter sind im jungen Zustand rundlich bis herzförmig und verändern ihre Form mit zunehmender Höhe der Pflanze zu spitz zulaufend und gezackt, wie bei der Brennnessel. Allerdings ist die Knoblauchsrauke nicht behaart. Die Blüten sind geeignet zur Dekoration von Wildkräutersalaten oder anderen Gerichten, Samen und Früchte sind ebenfalls essbar. Die Blätter eignen sich neben der Verwendung in Salaten, Suppen, Crepes oder Kräuterquark hervorragend für Wildkräuterpesto. Wer ihn einmal gegessen hat, wird nicht mehr darauf verzichten wollen. Die Knoblauchsrauke ist übrigens eine Alternative zum Knoblauch, da die Inhaltsstoffe gänzlich andere sind als bei dem Zwiebelgewächs Knoblauch. Daher können auch empfindliche Menschen die Speisen aus Knoblauchsrauke gut vertragen. Ich habe einen Wildkräuterpesto daraus hergestellt. Dazu werden die Blätter gewaschen, trocken geschleudert, fein gehackt und im Mörser zusammen …

Wunderlauch

Da der Bärlauch im Land Brandenburg so gut wie nicht vorkommt (außer bei Nauen) möchte ich heute den Wunderlauch vorstellen. Er heißt auch Berliner Bärlauch, weil er ursprünglich aus Sibirien kommend seine Verbreitung hier begonnen hat und somit hier sehr zahlreich vorkommt. Aus den Berliner Botanischen Gärten heraus vollzog sich seine Ausbreitung entlang der Havel. Ich habe ihn bereits am Sraussee bei Straussberg, bei Königs Wusterhausen, bei Werder, im Berliner Plänterwald und am Schlachtensee gefunden. Er bildet ebenfalls flächendeckende Bestände, seine Blätter sind viel schmaler als beim Bärlauch, er ist aber gleichermaßen in der Küche einsetzbar. Und ganz genauso verströmt er seinen typischen Knoblauchgeruch. Sein Geschmack ist etwas milder als der vom Bärlauch und erinnert an eine Mischung aus Schnittlauch und Knoblauch. Da er gänzlich andere Inhaltstoffe besitzt, ist er auch für Menschen geeignet, die ansonsten Knoblauch nicht gut vertragen. Er ist eingefroren sehr gut haltbar oder man stellt sich eine Bärlauchpaste her, die man für fast alle Gerichte genauso wie den frischen Lauch verwenden kann. Dazu 500 g Bärlauch mit ca. 40 g Salz …

Bärlauch

Nun endlich ist er da! Gestern habe ich die 1. Bärlauchsuppe des Jahres gekocht. Soooo lecker! Auf die üppige Blütenpracht wie im Foto müssen wir zwar noch einige Tage warten, aber ab jetzt kann man Bärlauchblätter ernten oder kaufen und schöne Dinge daraus machen. z.B. Öl, Essig, Pesto, Bärlauchbutter, Suppe oder einfach wie Schnittlauch geschnitten aufs Brot genießen.    

Kornelkirschen jetzt finden und merken

So, liebe Kräuterfreunde, die Saison ist eröffnet! Wer im Sommer Kornelkirschen ernten will, der merke sich jetzt die Sträuche oder Bäume. Denn Anfang März kann man die Blüten leicht finden. Die Kornelkirschen blühen zur Zeit und sind weithin sichtbar. Also gelb blühende Sträucher suchen, merken oder unauffällig markieren und bis Ende August/September warten, dann sind die Früchte reif.