Alle Artikel mit dem Schlagwort: Bärlauch

Wunderlauch

Da der Bärlauch im Land Brandenburg so gut wie nicht vorkommt (außer bei Nauen) möchte ich heute den Wunderlauch vorstellen. Er heißt auch Berliner Bärlauch, weil er ursprünglich aus Sibirien kommend seine Verbreitung hier begonnen hat und somit hier sehr zahlreich vorkommt. Aus den Berliner Botanischen Gärten heraus vollzog sich seine Ausbreitung entlang der Havel. Ich habe ihn bereits am Sraussee bei Straussberg, bei Königs Wusterhausen, bei Werder, im Berliner Plänterwald und am Schlachtensee gefunden. Er bildet ebenfalls flächendeckende Bestände, seine Blätter sind viel schmaler als beim Bärlauch, er ist aber gleichermaßen in der Küche einsetzbar. Und ganz genauso verströmt er seinen typischen Knoblauchgeruch. Sein Geschmack ist etwas milder als der vom Bärlauch und erinnert an eine Mischung aus Schnittlauch und Knoblauch. Da er gänzlich andere Inhaltstoffe besitzt, ist er auch für Menschen geeignet, die ansonsten Knoblauch nicht gut vertragen. Er ist eingefroren sehr gut haltbar oder man stellt sich eine Bärlauchpaste her, die man für fast alle Gerichte genauso wie den frischen Lauch verwenden kann. Dazu 500 g Bärlauch mit ca. 40 g Salz …

Bärlauch

Nun endlich ist er da! Gestern habe ich die 1. Bärlauchsuppe des Jahres gekocht. Soooo lecker! Auf die üppige Blütenpracht wie im Foto müssen wir zwar noch einige Tage warten, aber ab jetzt kann man Bärlauchblätter ernten oder kaufen und schöne Dinge daraus machen. z.B. Öl, Essig, Pesto, Bärlauchbutter, Suppe oder einfach wie Schnittlauch geschnitten aufs Brot genießen.    

Über mich

 Als Kind einer Biologielehrerin wurde meine Liebe zur Natur schon früh geweckt. Im großem Obstgarten  meiner Großmutter lernte ich bald Pflanzen zu unterscheiden, zu nutzen und zu schätzen. Besonders viel lernte ich dort über die Konservierung der Ernte und die Verarbeitung von Früchten und Blüten. Meine Ausbildung vollzog sich dann auch im Bereich der Landwirtschaft und auch hier stand das Studium der Pflanzen, z.B. das Erkennen von Nutzpflanzen an ihren Samen, der Sinn von Fruchtfolgen und der Anbau von Pflanzen im Fokus der Betrachtung. Nach und nach entstand dann die Leidenschaft für die heimische Natur und die Erkenntnis, dass sie Schutz benötigt. So ist es mir ein wichtiges Anliegen, Naturschutzthemen in meine Arbeit einzubringen. Vor wenigen Jahren absolvierte ich eine Ausbildung zur zertifizierten Kräuterpädagogin in der Gundermann Akademie. So konnte ich mein Wissen über die Möglichkeiten erweitern, die Wildpflanzen vom Wegesrand zu unterscheiden und als Delikatessen nutzen zu können. Begeistert hat mich die Erkenntnis darüber, dass diese heute zu unrecht als „Un“-Kräuter in Verruf geratene Pflanzen die Urahnen all unserer heutigen Gemüsesorten sind und im Gegensatz zu …